Schwarze Johannisbeere - Ribes nigrum

Familie: Grossulariáceae - Stachelbeergewächse
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Heilpflanze Garten Obstpflanze Teepflanze Wildgemüse Bauerngarten Beerenpflanze Strauch Alpenpflanze verwildernde Zierpflanze

Schwarze Johannisbeere - Ribes nigrum
Schwarze Johannisbeere - Ribes nigrum
Bildquelle: Wikipedia User Llez; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ribes_nigrum_002.JPG


Ribes: arab. Name für ein süßes Gelee, welches ursprünglich aus ei­ner Rhabarber­art hergestellt wurde. Im Mit­tel­alter auf die Johannis­beere über­tra­gen; "Jo­han­nisbeere" (Früchte sind zu Johannis, 24. Juni, reif)
nigrum: schwarz

Die Schwarze Johannisbeere wird in Mitteleuropa etwa seit dem 16. Jahrhundert als Beerenobst in Gärten angepflanzt.

Schwarze Johannisbeere - Ribes nigrum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Carl Axel Magnus Lindman Bilder ur Nordens Flora 1901-1905">Carl Axel Magnus Lindman Bilder ur Nordens Flora 1901-1905</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Schwarze Johannisbeere - Ribes nigrum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Cillas">Wikipedia User Cillas</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ribes_nigrum.jpg" target=_blank title="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ribes_nigrum.jpg">http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ribes_nigrum.jpg</a>Schwarze Johannisbeere - Ribes nigrum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske">Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ribes_nigrum,_2006-07-31.jpg" target=_blank title="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ribes_nigrum,_2006-07-31.jpg">http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ribes_nigrum,_2006-07-31.jpg</a>

Die Schwarze Johannisbeere wächst als 1–2 m hoher, sommergrüner Strauch mit bis zu 10 cm breiten, an ihrer Basis herzförmigen, 3- bis 5-lappigen Blättern. Diese sind oberseits kahl, auf der Unterseite behaart und mit sitzenden gelblichen Drüsen besetzt. Der Strauch ist stachellos und besitzt einen starken, teilweise als unangenehm empfundenen Geruch, der die Art auch von der Roten Johannisbeere unterscheidet. Die Blüten sind in hängenden Trauben angeordnet, sie sind eher unscheinbar. Die Kelchblätter sind länglich, behaart und zurückgeschlagen, die Kronblätter sind kleiner als die Kelchblätter, aufrecht und weißlich. Die Blüte ist insgesamt grünlichgelb gefärbt. In Mitteleuropa liegt die Blütezeit der Schwarzen Johannisbeere im April und Mai. Die Frucht ist eine schwarze Beere mit 8–12 mm Durchmesser, die Samen werden durch Tiere verbreitet.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.



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Standort

Die Schwarze Johannisbeere wächst wild in Erlenbrüchen, feuchten Gebüschen und Auwäldern, auf feuchten bis nassen, nährstoffreichen, an moorigen bis tonigen Böden. Aus Gärten verwildert kommt die Art auch auf trockeneren Standorten vor.

Verbreitung/Vorkommen

Die Schwarze Johannisbeere kommt in der gemäßigten und borealen Zone Eurasiens von England und Frankreich im Westen bis zur Mandschurei im Osten vor. Nördlich ist die Art bis Lappland, südlich bis Armenien und zum Himalaja verbreitet. Da natürliche und verwilderte Vorkommen oft nicht zu unterscheiden sind, ist die natürliche Verbreitung in Mitteleuropa nicht mehr zu rekonstruieren.

Verwendung in der Küche

Die Schwarze Johannisbeere wird in Mitteleuropa etwa seit dem 16. Jahrhundert als Beerenobst in Gärten angepflanzt. In Nordosteuropa erfolgte wahrscheinlich bereits wesentlich früher eine gärtnerische Nutzung. Die Ernte der reifen Beeren erfolgt in Mitteleuropa in der Regel von Juli bis August.

Die Schwarze Johannisbeere wird meist als Nektar und Limonade getrunken oder zu Gelee oder Konfitüre verarbeitet. Sie ist die Grundlage des Cassis-Sirups bzw. des Cassislikörs. In Deutschland werden Schwarze Johannisbeeren gerne für die Herstellung eines Aufgesetzten verwendet. Ein Blütenknospenextrakt der Schwarzen Johannisbeere wird in der Parfümerie-Industrie verwendet. Kleine Mengen dieses Extraktes verleihen Parfüms eine fruchtige Note. Die frischen Blätter können von April bis Mai als Beigabe zu Kräuter- und Gemüsesuppen verwendet werden. Von April bis Juli gepflückte Blätter nutzt man in getrockneter Form auch zur Herstellung von Teegetränken.

Inhaltsstoffe

Die Beeren enthalten außer Wasser, Kohlenhydraten, Fettsäuren, Proteinen und Mineralstoffen unter anderem

Terpene wie ?-Pinen und Caryophyllen
Anthocyane und Flavonoide wie (+)-Catechin
Vitamin C, Zitronensäure, Pektin

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Von April bis Juli gepflückte Blätter nutzt man in getrockneter Form auch zur Herstellung von gerbsäurehaltigen Teegetränken bei Magenverstimmungen.


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Schwarze Johannisbeere - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Schatten;
Boden Beschaffenheit: toniger Boden / Tonboden; torfiger Boden / Torfboden;
Boden PH-Wert: mäßig sauer;
Boden Feuchte: frisch; nass; wechselnass / zeitweise überschwemmt;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;

Die Schwarze Johannisbeere wird in Mitteleuropa etwa seit dem 16. Jahrhundert als Beerenobst in Gärten angepflanzt. In Nordosteuropa erfolgte wahrscheinlich bereits wesentlich früher eine gärtnerische Nutzung. Die Ernte der reifen Beeren erfolgt in Mitteleuropa in der Regel von Juli bis August.

Sonstige Verwendung

Ein Blütenknospenextrakt der Schwarzen Johannisbeere wird in der Parfümerie-Industrie verwendet. Kleine Mengen dieses Extraktes verleihen Parfüms eine fruchtige Note.

Literatur




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